- Hide menu

Musliminnen und Muslime im Kanton Bern / Ref. Kirche

Kunstschaffende: Stefan Maurer (Künstlerische Leitung, Fotograf, CAS Teaching Artist)

Ort: diverse Orte im Kanton Bern der Reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn

Datum: Nov. 2010 bis Juni 2013

Beteiligte: 20 Musliminnen und Muslime aus dem Kanton Bern, Reformierte Kirche Bern-Jura-Solothurn / Fachstelle Migration www.refbejuso.ch/migration

Zwanzig Musliminnen und Muslime aus dem Kanton Bern geben Einblick in ihren Alltag und sprechen über ihre Sorgen, Hoffnungen und ihren Glauben. Die Porträts machen sichtbar, wie vielfältig der Islam hier gelebt wird und dass Religion auch bei Musliminnen und Muslimen nur einer von vielen Aspekten im Leben ist.

Publikation vice-versa 2012 als PDF öffnen

_______

Ausstellungspanels als PDF öffnen

______

Über die Ausstellung

Hintergrund / In der Schweiz ist die Gegenwart von Menschen islamischen Glaubens relativ neu. Die meisten heute hier lebenden Musliminnen und Muslime oder deren Vorfahren sind erst ab den 1960er Jahren eingewandert. Auch einige Personen mit Schweizer Herkunft sind zum Islam konvertiert. Heute leben wir in einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft. Das Zusammenle­ben in einer solchen Gesellschaft verläuft nicht immer reibungslos, wie zum Beispiel die im Nach­gang der Anschläge vom 11. September 2001 aufgekommenen Diskussionen und Aktionen im Zusammenhang mit dem Islam und Muslimen zeigen. Die islamische Religion wird dabei häufig pauschal negativ bewertet und ihre Anhänger­schaft meist auf ein negatives Klischee ihrer Reli­gion reduziert. Da zudem viele Musliminnen und Muslime in der Schweiz einen Migrationshinter­grund haben, werden sie oft als doppelt fremd wahrgenommen und behandelt. Solche Reduktionen einer Person auf einzelne ihrer Merk­male wie die religiöse oder ethnische Zugehörig­ keit kännen Ausgrenzung, Diskriminierung und Unterdrückung zur Folge haben.

Ziel / Die Ausstellung will zeigen, dass die Religion auch bei Muslimen nur einer von vielen Aspekten im Leben ist, dass Musliminnen und Muslime ihre Religion ganz unterschiedlich interpretieren und praktizieren, und dass die häufig ausschliesslich negativen Assoziationen mit dieser Religion nicht gerechtfertigt sind. Die Religion steht aber nicht im Zentrum dieser Ausstellung. Es geht darin viel­ mehr um das alltägliche Leben der Porträtierten, um ihre Freuden und Sorgen, Wünsche und Hoff­nungen. Ziel der Ausstellung ist es, gängige Bil­der und Vorstellungen über Musliminnen und Muslime zu hinterfragen und in der Bevölke­rung ein Bewusstsein für die Vielfalt des in der Schweiz gelebten Islams zu schaffen. Die Ausstel­lung zeigt, dass das Gemeinsame, Verbindende zwischen Muslimen und Nicht­Muslimen grösser ist als die vielfach propagierten angeblichen oder tatsächlichen Unterschiede. Sie möchte letztlich dazu beitragen, dass sich Muslime und Nicht­ Muslime mit mehr Verständnis, Offenheit und Respekt begegnen.

Von Matthias Tanner

_____

 

 

Kommentar-Funktion geschlossen